Ich habe mit Skinpicking angefangen als ich etwa 12 war. Für mich war damals immer klar, dass ich lediglich meinen pubertären Körper bekämpfe. Sobald ich erwachsen würde, bekäme ich ja automatisch wieder reine Haut und alles wäre wie zuvor. Aus dieser Hoffnung wurde leider nichts. Ich musste erst 31 werden, um mir einzugestehen, dass ich nicht in einer endlosen Pubertät gefangen bin, sondern ein ernsthaftes Problem habe. Dem Skinpicking war es nämlich völlig egal, dass meine Pubertät vorüber ging. Es ließ sich auch nicht im Geringsten davon beeindrucken, dass ich irgendwann wieder superzufrieden mit meinem Spiegelbild war, einen ganz wunderbaren Partner fand und meinen Traumjob bekam. Egal wie viele Lebensbereiche ich reparierte – es wollte einfach nicht verschwinden.

Und so bin ich bei Sina gelandet. Sina ist ein wunderbar unkomplizierter Mensch. Mir hat erstmal sehr geholfen zu wissen, dass sie den ganzen Scheiß selber durchgemacht hat. So konnte ich von Anfang an brutal ehrlich sein und habe mich nicht gefühlt wie beim Arzt. Außerdem war es grandios, jemanden auf Augenhöhe zu haben, dem man z.B. nicht erst erklären muss, was Instagram ist. Ich habe zugegeben eine Weile gebraucht, um mich auf die Methodik der Prozesse einzulassen, aber es hat sich gelohnt. Was mich überzeugt hat: es ging nie darum mir „ihre“ oder irgendeine Lehrbuch-Lösung überzustülpen. Stattdessen hat sie mir geholfen, ganz für mich selbst herauszufinden, welcher Weg für mich passt und richtig ist.

Für mich war wichtig zu verstehen, warum ich überhaupt mich Skinpicking angefangen hatte und was in aller Welt schiefgelaufen war, dass es mir all die Jahre folgen konnte. Die wohl überraschendste Erkenntnis für mich war dabei: Skinpicking ist gar nicht mein eigentliches Problem. Es ist vielmehr ein Symptom viel tiefer liegender Baustellen. Erst mit diesem Wissen wurde eine Veränderung für mich überhaupt möglich. In den 10 Wochen während des Coachings ist unheimlich viel in Bewegung gekommen. Ich mache signifikant weniger Skinpicking und meine Haut hat sich radikal verbessert – und zwar nachhaltig. Ich bin nicht „fertig“ oder „geheilt“, aber darum geht es auch gar nicht. Das Wichtigste ist, dass ich mich selbst wiedergefunden habe und zu jeder Zeit weiß, was in mir los ist und wie ich mir helfen kann.

Astrid, 31, Berlin